MEIN EIGENER HUND TITO ( american Staffordshire Terrier )
Dieses Foto wurde kurz vor Titos ableben aufgenommen ( wie ich einige Tage später..) Tito war ein ruhiger und friedlicher Bursche..
Mein alter Junge, Du fehlst mir und Danke für Alles, deine Geduld mit mir, was du mich gelehrt hast das du einfach bei mir warst auf eine so angenehme und schöne Art und Weise, so lange Zeit und trotzdem nicht lange genug ! Es vergeht kaum ein Moment an dem ich nicht an Dich denke !
In unbeschreiblicher Trauer um Tito - meinen besten Freund, Lehrmeister, Weggefährten über elf Jahre - möchte ich euch heute mitteilen, das Tito nach den letzten Tagen leiden, gestern am 16.August 2007 kurz nach 11.00 Uhr, schnell und friedlich in meinem Schoß eingeschlafen ist. Nach dem er mir vorher auf eine Art und Weise in die Augen schaute, die ich nicht beschreiben kann aber wir beide uns wie immer ohne Worte verstanden und schweren Herzen den Weg zum Tierarzt antraten. Mehr jedoch, verzeiht mir das, kann und will ich momentan nicht dazu und zu Tito sagen ! Nur, das ich Ihn am gleichen Abend in einem kleinen Wald, wo wir oft und gerne waren, nahe einem Bach und kurz vor Sonnenuntergang zur Ruhe gelegt habe. Die Ihn kannten, wissen warum ich das so tat. Er war oder ist ein Drittel meines Lebens und viel mehr. Nach seinem Tod wurden viele Tränen vergossen wie ich in den folgenden Tagen zu hören bekam. Selbst Kollegen die Ihn kannten schlossen sich davon nicht aus und dafür bewundere ich Dich mein Junge ! Dafür und für so vieles mehr !
verbunden bis in alle Ewigkeit und meinen Dank
Nun war der Tag vor dem ich mich so lange Jahre gefürchtet habe und an den ich mich nur sehr ungerne erinnere, mich dabei ertappe, wie ich ihn mitlerweile fast verdränge ! Aufeinmal ging alles so schnell, obwohl ich mir so sicher war, das Tito noch viele viele Tage haben wird. Denn bis fast zuletzt tobte er noch wie ein junger Hund mit den Welpen herum. Stand fast majestetisch zwischen Ihnen und erzählte mit seiner Ausstrahlung und seiner ruhigen Art, ohne Worte aus einem/seinem Hundeleben von mehr als 11 Jahren. Der moment in dem Tito im Auto auf meinem Schoß einschlief, war wie eine Ewigkeit und im nachhinein war seine Dauer nur wie ein Augenschlag so kurz. Hilflos spürte ich wie das Leben aus meinem besten Freund glitt und Titos Kopf immer schwerer auf meine Beine sank. So fest ich Ihnen auch hielt, so sehr ich auch an Ihm festhielt, er ging und dafür war ich Ihm in diesem Moment fast böse. Krampfhaft versuche ich mich nur an den Moment zu erinnern, an seinen letzten Blick zu mir hoch, der noch mit Ihm erfüllt war, der jedoch leider viel zu kurz war. Kramphaft versuche ich die Sekunden danach zu vergessen, der grauenvolle Moment seines starren und abwartenden Blickes gegen die Tür, wissend oder nicht wissend was jetzt passiert. Ich weiß nicht ob es seine Tränen waren oder meine die auf seinem Fell abperlten, nur in diesem Moment war er um ein Vielfaches stärker als ich, denn ich denk es waren meine. Tränen für die ich mich nie schämen werde, die ich nicht verhindern konnte. Als Titos Kopf in meinen Schoß sank, sein Hals langsam zwischen die Sitze und sich dadurch sein Blick zu mir hoch richtete, blickten seine Augen mich auf eine Art an, die mir und Ihm nicht nur fremd war, sondern Bücher lang einen Moment beschrieben, der doch nur wenige Sekunden andauerte. So groß, das ich in ihn reinschauen konnte und ich hoffe, das wenn er mich in diesem Moment noch sehen konnte, er das gesehen hat was er in diesem Moment sehen wollte und das gesehen hat, was meine Augen Ihm in diesem letzten Moment ohne Worte sagen wollten. Ich hoffe es sehr !
Letztendlich habe ich Ihnen nicht viel, aber mehr erzählt als ich es eigentlich wollte. Ich habe versucht mit meinen Worten zu beschreiben, wie ein Mensch in einem solchen Moment fühlt, der für andere oft reserviert in der Beziehung zu seinen eigenen Hunden wirkt, weil er sie nicht vermenschlicht - ständig streichelt oder nicht mit ihnen redet/reden muß, weil er seine Hunde als die, die Sie sind respektiert und achtet und deshalb auch so behandel und mit Ihnen kommuniziert. Sich über die menschliche Arroganz hinweggesetzt, Ihnen zugehört, Sie beobachtet und so über sehr viele Jahre deren Sprache gelernt hat. Auf Ihre Art täglich und ein Leben lang kommuniziert, so versucht unnötige Konflikte zu vermeiden und Ihnen so Respekt und Wertschätzung zollt,
das Sie es mir verzeihen meine Hunde mein eigen zu nennen und mir anmaße Ihr Leben zu gestalten, zu entscheiden was für sie gut und schlecht ist.
Nun hier erklärt sich mein Dank an Tito für seine unbeschreibliche Geduld mit mir, bis ich erkannte, das seine Fehltritte in Wahrheit meine waren, das den Schmerz den er teilweise in seinen ersten Lebensjahren durch mich, sogenannte Hundekenner und Hundetrainer und deren immernoch praktizierten Methoden zur Erziehung von Hunden erlitt und tapfer ertrug, meine Unwissenheit war und deren Unwissenheit wohl heute noch immer ist. Er mir trotzallem immer wieder auf seine Art verzeihte, zeigte und mich dazu bewegte ihm und seine Artgenossen zuzuhören, zu verstehen und von Ihnen über Sie zu lernen. Ich lernte dadurch viel über mich und auch sehr viel über Menschen allgemein, alleine durch Ihre Beziehung zu Hunden !
In meinem Leben, da waren schon einige Hunde, doch keiner war wie er und kein anderer Hund wird wohl jemals so wie er.. !
über Tito
Diesen Text schrieb ich nieder, bevor Tito am 16.August 2007 verstorben ist
Tito ist ein American Staffordshire-Rüde von mittlerweile über 10 Jahren und mein ganzer Stolz !
Was jedoch den Hundesport betrifft, so ist er trotz seiner noch enormen Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft, im Oktober 2005 in Rente gegangen (..noch nicht sicher ist, wie er sagt :)
Ende Oktober 2005, hat er jedenfalls auf einem Hundesportturnier noch mal richtig Spaß gehabt und sich bei diesem THS-Turnier im Hindernislauf den 3.Platz im Einzel und den 8.Platz in CSS-Mannschaft geholt. Und wenn die kleine Wasserratte nicht so regenscheu wäre, hätte er mit Sicherheit noch besser sein können :) . Ich bin Ihm jeden Tag für die Jahrelange Treue, seinen ausgezeichneten Gehorsam und die Geduld, die er mit mir hatte, dankbar und hoffe das ich noch sehr sehr lange die gleiche Freude an Ihm haben werde, wie die ganzen letzten Jahre !
Gerne möchte ich Ihnen ein paar Dinge über Tito erzählen:
Worauf ich am meisten stolz bin ist, das er sein Leben lang ein Kampfhund ist, der so garnicht in das Klischee dieser Rasse passt, sondern ein ganz normaler Hund. Trotzdem, die damaligen Ereignisse und die verschärften Hundegesetze haben es jedoch leider erforderlich gemacht, Ihn mit knapp 3 Jahren das erste Mal an die Leine zu nehmen und ich kann Ihnen gar nicht sagen welcher Einschnitt das in meinem und vor allem seinem Leben war. Erst im Oktober 2004 jedoch, machten wir dann noch schnell die Leinen und Maulkorbbefreiung, aber auch nur, weil ein Papier in Deutschland soooo wichtig ist. Nun gut, trotz allem hatte er bis jetzt ein leinenfreies und unbeschwertes Hundeleben. Die Leine die zwischen uns hängt, ist mein Vertrauen in Ihm & sein Vertrauen in mich !