MEINE PHILOSOPHIE

Bei der Ausbildung und Erziehung von Hunden, glauben Sie mir, ist weniger immer, wirklich immer mehr !
Und Geduld bedeutet nicht, die gleichen Fehler immer und immer wieder zu machen und zu hoffen, das
es schon irgendwann mal funktionieren wird !

Meine Philosophie, meine Art und Weise Hunde zu erziehen, in gewissen Bereichen auszubilden, zu verstehen oder zu resozialisieren basiert auf die lange Arbeit mit Hunden und der Zusammenarbeit mit Hund und Halter. Nach dem Erlernen von vielen bekannten und weniger bekannten Methoden einen Hund auszubilden, bin ich zu dem Entschluß gekommen, das alleine die Einstellung, die Erziehung eines Hundes im Privatbereich als Training (welches immer zeitliche begrenzt ist) anzusehen über Erfolg, besser Mißerfolg entscheidet !

Diese falsche und wieder menschliche Einstellung (Vermenschlichung) bringt es erneut mit sich, das der Erfolg in den meisten Fällen nicht von langer Dauer sein wird. Es wird schon bald ein erneutes "Training", eine neue s.g. Trainingsmethode, eine weiteres Buch oder eine neue Hundeschule erfordern. Denn es ist eine Verhaltensänderung Ihrer Seits auf Dauer nötig, damit Ihr Hund auch auf Dauer (sein Leben lang) gewisse Dinge, die Sie Probleme nennen, unterläßt ! Dazu gehört das Wissen die eigenen Fehler im Verhalten dem Hund gegenüber zu erkennen und kein aufwendiges Training oder neues Stachelhalsband !

Leider gehörte es zu meinem Werdegang dazu, den richtigen Einsatz aller verfügbaren Zwangsmittel zur Ausbildung aber auch Erziehung eines Hundes zu erlernen ! Um jedoch feststellen zu dürfen, das diese Erziehungshalsbänder & Co, bei der Erziehung von Hunden nicht notwendig sind, sogar in fast allen Fällen unangebracht und ohne großen Nutzen ! Diese Feststellung brachte mich dazu nach anderen Wegen zu suchen. Dazu gehörte in erster Linie, Hunde besser zu verstehen und mein Verhalten ihnen anzupassen, um schon im Vorfeld den gängigen Problemen des Zusammenlebens von Hund und Mensch keine Chance zu geben. Es ist stattdessen von viel größerer Notwendig, mehr über das Verhalten der Hunde und deren Sprache zu erlernen und somit schon im Vorfeld gewisse Probleme zu vermeiden.

Die Ironie an dieser Sache ist, das ich wahrscheinlich ohne das Erlernen und Benutzen dieser Hilfsmittel, niemals so dringend nach anderen Wegen gesucht hätte einen Hund zu erziehen. Daher jedoch ganz genau weiß, warum ich diese Erziehungshilfen seit langer Zeit zu 99% ablehne. Im Gegensatz zu vielen anderen, die diese Erziehungshilfen ebenfalls ablehnen, selber jedoch oft nie gelernt haben diese richtig angzuwenden und nicht wirklich wissen welchen Schaden diese in der Psyche und dem Körper eines Hundes anrichten können. Zu meiner Verteidigung stellt ich mir daher die Frage, ob diese Hundebesitzer oder auch Hundtrainer überhaupt wissen wovon Sie manchmal sprechen oder ehrlich diese Zwangsmittel umgehen wollen !? Wie kann man etwas zu recht und überzeugt ablehnen, wenn man es nicht kennt oder keine ausreichende Erfahrung damit gesammelt hat !?

die einzelnen Punkte meiner Philosophie

1. Anstatt nach einer bestimmten oder neuen Trainingsmethode zu suchen, sollten Sie mehr über das Verhalten ihres Hundes und ihrem eigenen Fehlverhalten lernen. Ihre Verhaltensmuster oder Tagesabläufe zu analysieren, überdenken und ggf. zu ändern.

2. Sehen Sie die Erziehung oder das Herangehen an Problemen mit Ihrem Hund nie als Training an, sondern vielmehr als dauerhafte Verhaltensänderung Ihrerseits für dauerhaften Erfolg ohne großen Aufwand oder s.g. Training. Ein Training ist fast immer zeitlich begrenzt und somit kein Erfolg auf Dauer. Häufiges Training ersetzt leider oft nur fehlendes Wissen vom Verhalten der Hunde.

3. Suchen Sie nicht nach besseren Leckerchen oder stärkeren Zwangsmitteln zur Hundeerziehung, lernen Sie Ihren Hund besser kennen und finden Sie seine richtige Motivation. Noch viel besser, streichen Sie das Wort Leckerchen aus Ihrem Wortschatz im Umgang mit Ihrem Hund und suchen Sie nach dauerhafter und zuverlässigerer Motivation im täglichen Umgang mit ihm.

4. Lernen Sie ihrem Hund gegenüber konsequent zu sein. Konsequentz bedeutet jedoch nicht laut schreien oder körperliche Gewalt !

5. Lernen Sie weiterhin ihrem Hund weniger oder ersteinmal das Wichtigste beizubringen und weniger von ihm zu verlangen.
Denn wenn Sie sich auf weniger konzentrieren müssen, fällt es ihnen auch wesentlich leichter konsequent zu bleiben und ihrem
Hund (gerade bei Welpen und Junghunden), die einzelnen Kommandos schneller "zu ihrer Zufriedenheit" zu erlernen.

6. Vergessen Sie nie ihrem Hund von Welpen an gewisse Grenzen aufzuzeigen (dazu gehört z.B. nicht die Stubenreinheit), diese sind wichtig für ihren Hund, geben ihm Sicherheit und Klarheit. Was einmal verboten ist, darf egal wann ein anderes mal nicht erlaubt sein !
Das sorgt für Mißverständnisse und bringt gewisse Probleme mit sich, durch die Sie ihren ach so braven Hund schon bald mit ganz anderen Augen sehen werden.

7. Um so mehr Sie ihrem Hund gewisse Aufmerksamkeit schenken, durch eine Erziehung die verschiedenste Situationen zu meistern (gerade mit Leckerchenarbeit) laufen Sie Gefahr, das er den Spieß umdreht und Sie durch absichtliches "Fehlverhalten" dazu bringt,
an seine "Schmackos oder Spielzeuge" zu gelangen.

8. Sorgen Sie für einen Ort der absoluten Enstspannung für ihren Hund. Dort solte es keinerlei negativen (Rumgeschreie..) oder auch positiven Streß (Ballspiel, Suchspiele..) geben.

9. Sorgen Sie auch für genug körperliche und geistige Auslastung Ihres Hundes auf ihren gemeinsamen Spaziergängen und somit für eine Aufgabe. Bevor er Sie auslastet (z.B. durch Hasen jagen..) und es viel Mühe kostet das ganze zum Schutz des eigenen aber auch andere Hunde wieder in den Griff zu bekommen.

10. Von Anfang an sollten Sie ihre Aufmerksamkeit auf die richtige Sozialisierung mit Artgenossen richten. Das heißt jedoch nicht ihrem Hund beizubringen, mit jedem Artgenossen Kontakt aufnehmen zu müssen oder zu spielen (jedes Spiel ist ein austesten wer von beiden die höhere Chance besitzt, das Sagen zu haben oder einfach der Stärkere ist).

Wie Sie ihren Hund ohne Training und großartike Vorkenntnisse erziehen oder umerziehen
vermittel ich Ihnen ausführlich in meinen Seminaren >>

WIE SIE IHREN HUND OHNE TRAINING UND GROßARTIGE VORKENNTNISSE ERZIEHEN ODER UMERZIEHEN

Als aller erstes ist es notwendig seine Einstellung zu gewissen Dingen den Hund betreffend und unseren Altagsabläufen zu überdenken, aber auch ein wenig über Hunde allgemein zu erfahren, wie Sie "denken" und "funktionieren" und die eigenen Sichtweisen ändern.
Wenn Sie anfangen für den Privatbereich viel mit Ihrem Hund zu trainieren, heißt das für mich, das es viele oder vereinzelt grawierende Probleme gibt und das wiederum, das diese aus Ihrem/r Fehlverhalten/Sichtweise ihrem Hund gegenüber resultieren !
Im Umkehrschluß, das Sie vielleicht zu wenig über das natürliche Verhalten von Hunden wissen oder einfach darüber hinweg sehen.
Ihren Hund nicht wirklich kennen sondern nur die Probleme die Ihr ihnen macht !?

Bsp: "Ich ruf meinen Hund und er hat zu kommen" ist die menschliche Sichtweise und verspricht nur selten Erfolg.
Die Einstellung dem Hund mit einem Rufkommando zu "signalisieren das ich etwas hab, wovon ich meine, das er es in dieser Situation, dem was er gerade hat oder tut vorzieht" ist schon eher die klügere Sichtweise und verspricht schon wesentlich mehr Erfolg.
"Dem Hund zu signalisieren, das hier bei mir das ist was er braucht oder das größte für Ihn ist" verspricht nicht nur den meisten Erfolg, sondern zeigt auch wenn er Ihr Kommando befolgt, das Sie Ihren Hund besser kennen als die meisten anderen Hundebesitzer !
Letzteres verbunden mit positiver Strafe (negative Strafe=Zwang/Zwangsmittel) wie z.B. das Hingehen und sofortige Anleinen für den Rest des Spazierganges, garantiert den besten Erfolg der hier beschriebenen sehr einfachen aber guten Ansichts- o. Vorgehensweise !

Die Erziehung eines Hundes zum ganz normalen Familienhund erfordert keine Ausbildung und auch kein Training in dem Sinne.
Ein Hund wird nur ausgebildet oder traniert zum Diensthund, Rettungshund, Wachhund, Jagdhund oder Sporthund (Hundesport)..
Training könnte man evtl. dazu sagen, wenn es darum geht, dem Hundehalter wichtige Dinge zu vermitteln, damit er in der Lage ist, seinem Hund auf eine gewisse Art und Weise besser zu erziehen, sprich sich besser dem geliebten 4Beiner gegenüber zu verhalten.
Doch dieses Training wäre kein Hundetraining, sondern eine Lehrstunde für Sie selbst, damit SIE richtig mit Ihrem Hund umgehen.

Einen Hund zu trainieren, damit er Ihnen sein Leben lang auf Ihren Spaziergängen und in den eigenen vier Wänden dauerhaft Freude bereitet und keinen Ärger verursacht, ist nicht nötig sondern diese Einstellung ist meiner Erfahrung und Philosophie nach nicht richtig, genau wie die mir oft gestellte Frage "Wie lange muß ich das jetzt trainieren ?" !

Meine Antwort: "So lange Sie wünschen, das Ihr Hund hört oder gewisse Dinge unterläßt !"
Denn es ist kein ewig dauerndes Hundetraining, sondern das immer gleiche und richtige Verhalten, jeden Tag, zu Hause oder in gewissen Situationen auf den Spaziergängen (z.B. bei Begegnungen mit anderen Hunden mit und ohne Leine) !

Da ich den Hundebesitzern die Fehler in Ihrem Verhalten aufgezeige, auf die Ihr Hund reagiert und Ihnen damit Probleme bereitet, erhalten diese natürlich auch eine Anleitung wie Sie sich richtig Ihrem Hund gegenüber verhalten, damit er das eine oder andere unterläßt oder ebend das von Ihnen gewünschte Verhalten zeigt (Verhaltensberatung).

Sehen Sie das ganze als ein Training an, welches wegen dem angeblichen Aufwandes zeitlich begrenzt ist und verhalten Sie sich dann wieder so wie vorher, so wird auch alles wieder wie vorher sein, sprich der Hund hier und da die gleichen Probleme machen !

Bsp: So, mein Hund du bist jetzt 1 Jahr alt und brauchst auch keine "Leckerchen" mehr zur Belohnung wenn ich dich rufe !
Stellen Sie sich doch einfach mal die Frage warum er 1 Jahr lang nach dem Rufkommando zu Ihnen gekommen ist !

Das Hunde gewisse Abläufe automatisieren und nach einigem Rufen ohne "Lecker in der Hand" immernoch denken, das bei Ihnen ein "Schmacko" wartet, ist richtig, aber dumm ist ein Hund nun mal nicht ! Er wird noch einige Male ihr Rufkommando befolgen, um sich zu vergewissern, das er Sie richtig versteht um nur nichts falsch zu machen und ihnen zu gefallen. Denn schon bald sagen Sie ihm immer lauter werdend nur noch, das Sie in seiner Nähe sind.
Nach reiner Logik und wenig überlegen müßte diesem Hundebesitzer klar sein, das er dem Hund tausend male mit dem Rufkommando signalisiert hat, das er in der Hand ein "Lecker" hält. Jetzt sagt er dem Hund tausend mal, das wenn er angekommen ist, der Weg völlig umsonst war. Glauben Sie mir, derjenige bringt seinem Hund gerade etwas neues bei und der Aufwand wird garnicht so hoch sein wie im ersten Jahr, bis der nichtersehnte Erfolg eintritt !

Wesentlich mehr Beispiele und vieles mehr zum Fehlverhalten und falschen Sichtweisen Hunde betreffend, vermittel ich Ihnen gerne in einem persönlichen Gespräch. In erster Linie natürlich, wie Sie die Probleme mit Ihrem eigenen Hund schnellstmöglich und ohne großen Aufwand (Training) in den Griff bekommen, indem Sie einfach nur Ihr Verhalten oder ihre Gewohnheiten ändern !

WENN SIE DAS GANZE DOCH LIEBER ALS TRAINING SEHEN MÖCHTEN

Das Training mit Ihrem Hund muss ihnen in erster Linie Spass machen, was jedoch meist von der Trainingsmethode, die Sie gewählt oder Vorgegeben haben abhängt. Sollte dieses Training über längere Zeit keinen oder nur wenig Erfolg bringen oder Ihr Hund sogar wieder schlechter werden, denken Sie mal darüber nach, ob es nicht andere Dinge gibt, die Ihnen beiden zum Erfolg helfen. Legen Sie sich also nicht umbedingt von Anfang an auf einen Weg fest, Ihr Ziel zu erreichen. Doch werfen Sie auch nicht übereilt die Flinte ins Korn. Oft liegt der Fehler im Detail !

Trotz dem Spass beim Training, sollten Sie auch dabei niemals die Ernsthaftigkeit und Konsequenz vergessen, denn auch hierbei lernt Ihr Hund Sie einzuschätzen !

Wenn der Hundebesitzer anfängt dem Hund langweilig zu werden, wird der Hund sich eine neue Motivation suchen, seine Spaziergänge abenteurerlich zu gestalten, meist auch für Herrchen u/o Frauchen und zu deren Ärgerniss !

Und genau darauf basiert meine Philosophie im täglichen Umgang mit Hunden und ist die Grundlage für das s.g. Training mit Ihnen !
Gleichzusetzen mit dem Wissen über das Verhalten der Hunde und eine unablässige Konsequenz verbunden mit der notwendigen aber immer angemessenen Ernsthaftigkeit oder Strenge, wie auch immer Sie es bezeichnen wollen !

Auch ich liebe meine Hunde, aber vergesse nie dabei, das es aber ebend Hunde sind und respektiere dieses auch ! Denn ich hab noch keinen Hund sagen hören, das er gerne wäre wie wir, oder Sie !? Vielleicht sagt ihnen ihr Hund aber mit seinem s.g. Fehlverhalten genau das Gegenteil - das er eben nicht so sein will wie viele Hundebesitzer sind !?

Denn nehmen Sie sich doch einmal die Zeit und beobachten Sie die 4beiner, wie sie untereinander sich kurz und unmissverständlich gegenseitig Ihre Grenzen aufzeigen, so das es meit kein weiteres Mal bedarf oder nur selten.

Dies und anderes tun Hunde mit einer konsequenz, das so mancher Hundehalter vor Neid erblassen dürfte ! Denn jedes Mal wenn Sie inkonsequent sind, fordern Sie Ihren Hund dazu heraus, durch dies und jenes auszuprobieren, wie weit er gehen kann und letztendlich entwickelt es sich zu einem fast täglichen Kampf, den meist der Hund gewinnt !

Lernen Sie, Ihren Hund auch ohne Worte zu verstehen, zeigen Sie Ihm rechtzeitig seine Grenzen auf und finden Sie seine Motivation, um seine und Ihre Spaziergänge, wie das Leben Ihres Hundes lebenswert zu gestalten !
Bevor - er anfängt, Ihr Leben nach seinen wünschen zu gestalten :)