HUNDETRAINER

ein Paar eigene Worte zur Hundeausbildung | Seite 02 von 02

Beim Training mit einem Hund machen Sie oft aus Unerfahrenheit oder Routine kleine Fehler die Ihnen selber gar nicht bewusst sind. Erst wenn Sie jemand beim Training beobachtet könnte es sein, das Sie auf diese hingewiesen werden. Diese Fehler müssen aus Ihrer Sicht nicht gravierend sein und werden somit von Ihnen ständig auf´s neue gemacht. Jedoch für Ihren Hunde sieht das ganze etwas anders aus !
Ihr Hund reagiert nicht nur auf Ihre Stimme und deren für uns kaum merkbaren Veränderungen je nach Stimmungslage, sondern um ein Vielfaches mehr auf die Kommunikation der Körpersprache, unsere Bewegungen bewusst und unbewusst.

Die gemachten Fehler sind meist falsch eingesetztes Lob oder Tadel, wobei wirklich Bruchteile einer Sekunden entscheidend sind um für die Zukunft, das erwünschte zu erreichen oder eben leider nicht zu erreichen. Weiterhin eine absolut falsche Handlung Ihrer Seits, damit der Hund etwas tut oder lieber nicht. Und eben Ihre Körpersprache, wie Sie sich und wann Sie sich wie bewegen, wehrend Sie ein Kommando erteilen oder in eine brikere Situation geraten.

Sie sollten einfach lernen, sich genauso diszipliniert und konzentriert im Umgang mit Ihrem Hund zu verhalten, wie Sie es von Ihm verlangen.

Hierbei gilt fast immer, weniger ist meistens mehr!

Ich nenne es das MAME-Prinzip: Minimaler Aufwand Maximaler Erfolg

Nicht zu verwechseln mit dem leider doch oft praktiziertem:
maximaler aufwand und minimaler erfolg :)

Zur Körpersprache, im Hundesport auch Führerhilfen genannt, die Ihnen z.B. in einer Hundesportprüfung sogar ungewollt Punkte kosten würden:

Führerhilfen sind bewusste oder unbewusste Bewegungen des Hundeführers um ein Kommando durch Hand oder Körperbewegungen zu unterstützen. Oft reicht auch schon eine gewisse Körperbewegung aus, und der Hund führt das gewünschte Kommando aus, bevor Sie überhaupt die Chance hatten das Kommando auszusprechen. Daran sehen Sie, das Ihr Hund schon auf kleinste Haltungsveränderungen oder Bewegungen Ihrer Seits reagiert, ohne das Sie dieses vielleicht gewünscht oder als Ziel verfolgt haben. Das jedoch kann aber auch der Grund sein, warum Ihr Hund das gleiche Kommando einmal gut und wiederum ein anderes mal weniger gut oder gar nicht ausführt. Dieses jedoch, können Sie im Umgang mit Ihrem Hund zu Ihrem Vorteil nutzen und es Ihnen, aber vor allem Ihren Hund sehr viel leichter machen besser miteinander auszukommen !

Es wäre jedoch eine Lüge meiner Seits, wenn ich versuchen würde Ihnen den Eindruck zu vermitteln, das es eine ultimative Erziehungsmethode oder Lösung aller Ihrer Probleme im Umgang mit Ihrem Hund gibt. Dies kann schon daher nicht sein, da genau wie wir Menschen, jeder Hund einen anderen Charakter besitzt ! Der eine ist so verfressen, das er alles für Leckerchen macht, aber er spielt nicht. Der andere ist so verspielt, das er die Fleischwurst vor seiner Nase gar nicht bemerkt. Ein anderer Widerrum, ist so ein Sendsiebelchen, das er meint vom ankommenden Tennisball erschlagen zu werden und die Flucht ergreift oder gar sieben Tode stirbt, wenn man nur sein Halsband greift.

Dann gibt es da noch Rex den König und den Sturen, den nichts erschrecken oder beeindrucken kann. Wo Herrchen und Frauchen alles tun, um nur ein wenig Aufmerksamkeit von dem so geliebten und verwöhnten Hund zu erhaschen ! Tja, gut gemacht :) Aber, es ist nicht aller Tage Abend !! Also Kopf hoch und..

Es gibt 5 Trainingsmethoden einen Hund zu trainieren:

• seiner natürlichen Veranlagungen nach (Körperhaltungen, ohne Worte..)
• nur über Motivation (Leckerchen, Futter, Spielzeug..)
• nur mit Zwang (körperlicher Einwirkung durch Hilfsmittel)
• mit Zwang und Motivation
• oder gar nicht :)

Hier bei ist es die Gesunde Mischung der verschiedenen Trainingsmethoden, abhängig vom einzelnen Hund, um den besten Erfolg zu erzielen. Wobei Zwang, schon das Ziehen an der Leine, das drehen am Ohr oder auch nur das Runterdrücken des Hundes mit der Hand (z.B. ins Sitz..) sein kann.

Viele Trainer versteifen sich leider oftmals auf eine einzige Trainingsmethode und vergessen dabei die anderen Möglichkeiten um bei bestimmten Lektionen den Hund erfolgreich und vor allem für Sie zufriedenstellend zu Trainieren.

Die meisten Dinge jedoch werden Sie ohne Worte/Kommandos trainieren und seltsamer Weise sind das die Lektionen, die am wichtigsten für das ausgewogene Zusammenleben von Hund und Mensch sind.

Trotz dieser Methode einen Hund zu erziehen, verzichte ich nicht vollständig auf eindeutige und zu befolgende Kommandos (wie z.B. zum Rufen des Hundes) ! In erster Linie besteht jedoch das Ziel, mit dieser artgerechten Erziehung eine solide Grundlage des Gehorsams zu schaffen und damit so viel wie Möglich zu erreichen. Wobei wir uns die natürliche Gabe des Hundes, auf Grund der Körpersprache zu Kommunizieren und seine Instinkte zu nutze machen. Das Ganze wird unterstützt und belohnt durch Leckerchen und vor allem durch aktives Spielen, basierend auf den natürlichen Verhaltensregeln der Jagd bei Hunden.

Was Sie mit diesem Training erreichen, ist mit wenigen Worten schnell erklärt.

Einen gehorsamen Wegbegleiter, der Ihnen beim Spazieren gehen und im Alltag mehr Freude bereitet und es Ihnen mit Gehorsam danken wird, das Sie abwechslungsweise mal versuchen Ihn zu verstehen und auf eine Art und Weise mit Ihm Kommunizieren, die das Miteinander von Hund und Mensch nicht nur leichter sondern, um vieles angenehmer macht. Ihr Hund wird nicht nur aufmerksamer bei Spaziergängen ohne Leine, sondern auch wesentlich ruhiger anderen Artgenossen gegenüber, wodurch sich seine verbesserte Lebensqualität auch ganz schnell auf die Ihre ins positive übertragen wird.

Das Ziel ist ein harmonisches Miteinander nicht nur zwischen Ihnen und Ihrem Hund, sondern auch zu anderen Hundehaltern und deren Hunden. Sollten Sie meine Hilfe in Anspruch nehmen wollen, so freue ich mich schon bald Sie und Ihren Hund persönlich kennen zulernen.